Der Westerwald-Steig

Vom Hessischen Westerwald durch den Hohen Westerwald, die Westerwälder Seenplatte, die Kroppacher Schweiz, den Niederwesterwald um Altenkirchen, den Naturpark Rhein-Westerwald und durchs Kannenbäckerland können Wanderer auf dem perfekt markierten Westerwald-Steig unterwegs sein. Der Weitwanderweg ist in 16 Etappen mit durchschnittlich 15 km langen Wanderstrecken aufgeteilt.

Wer möchte, kann den Westerwald-Steig mit dem Rheinsteig im Westen oder dem Rothaarsteig im Osten kombinieren, an beide Steige knüpft er an. Der Westerwald-Steig ist 235 km lang, verspricht Natur pur und verläuft überwiegend auf naturnahen Wegen, was bei der Auswahl des Schuhwerkes berücksichtigt werden sollte.

Etappe 11 – Marienthal bis Weyerbusch (15 km)

Von Marienthal führt Sie der Weg nun zum Beulskopf, einer ehemaligen Basaltkuppe, wo Ihnen heute der 35 Meter hohe Raiffeisenturm einen wunderschönen Weitblick über den vorderen Westerwald bis zum Förderturm an der A3 bei Willroth, zum Köppelturm auf der Montabaurer Höhe, zum Salzburger Kopf im hohen Westerwald und zum Siebengebirge am Rhein bietet. In nördlicher Richtung eröffnet sich der Blick zum Bergischen Land und weit ins Siegerland hinein.
Entlang der "alten Kohlstraße" wo in historischer Zeit mit Pferdefuhrwerken Kohlen aus den weitverbreiteten Kohlenmeiler aber auch Erzgestein transportiert wurde, gelangen Sie durch idyllische Waldbereiche bis nach Weyerbusch.
Bei Hasselbach liegt auch die 10 ha große Anlage „im Tal“, die seit 1986 auf Initiative des Bildhauers Erwin Wortelkamp angelegt wurde. Über 40 internationale Künstler, Architekten und Landschaftsarchitekten haben diese Landschaft gestaltet und hier viele Kunstwerke positioniert. Für eine Besichtigung der privaten, aber der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellte Anlage, sollten Sie ca. 3-4 Stunden einplanen.  (Anmeldungen und Infos unter: Tel. 02686 604, Fax 02686 8139 oder unter www.im-tal.de)

Etappe - 12 Weyerbusch bis Flammersfeld (14 km)

In Weyerbusch war Friedrich Wilhelm Raiffeisen von 1845 bis 1848 Bürgermeister. Er hat hier in den Hungerjahren den „Weyerbuscher Brodverein“ gegründet und über weitere Hilfsvereine die Genossenschaftsidee entwickelt, die in Form der Raiffeisenbanken heute weltweit bekannt ist. 
Heute finden Sie hier neben dem Raiffeisendenkmal noch ein altes Backhaus und die ehemalige Wohn- und Wirkungsstätte von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (heute Raiffeisenbegegnungsstätte der Westerwald Bank).
Durch die leicht hügelige Wald- und Wiesenlandschaft gelangen Sie zum nächsten Highlight der Verbandsgemeinde Altenkirchen, dem Fachwerkdorf Mehren. Der gesamte Ortskern steht unter Denkmalschutz und bildet gemeinsam mit der romanischen Basilika aus dem 12. Jh. ein wunderschönes Ortsbild. (weitere Infos unter www.fachwerkdorf-mehren.de).
Von hier aus gelangen Sie über wunderschöne Waldwege nach Flammersfeld.